Der Weinberg ist von allen Côtes du Rhône Villages-Appellationen mit Ortsangabe am südlichsten gelegen. Er erstreckt sich über die vier Gemeinden Domazan, Estézargues, Rochefort du Gard und Saze.
Bodentypen: Terrassen aus runden Kieselsteinen auf Sand- oder Mergelschichten aus dem Pliozän, die durch ihren Eisenoxidgehalt rot gefärbt sind.
Klima: Der Weinberg liegt in einer Durchschnittshöhe von 150 Metern über der Rhône. Es herrscht ein warmes und trockenes Mittelmeerklima, das unter dem starken Einfluss des Mistrals steht.
Geschichte: Das Terroir Signargues ist durch historische Ereignisse, wie die Besetzung der Römer und die Schlachten von Charles Martel, durch die Päpste von Avignon und die Verehrung des Weingottes Bacchus wohlbekannt. Noch heute zeugen Überreste von vergangenen Zeiten, wie etwa die doppelseitige Statuette von Bacchus und Ariane, die im Pariser Louvre zu bewundern ist. Archäologen haben sie auf dem Terroir gefunden.
Jüngste Entwicklung: Mit Dekret vom 25. August 2005 wurde der Weinberg in die Riege der Côtes du Rhône Villages-Appellationen mit Angabe des Ursprungsortes aufgenommen
Rebfläche (erste Ernte)*:
Rebsortenbestand: Mindestens 50% Grenache noir, mindestens 20% Syrah und/oder Mourvèdre, maximal 20% weitere Rebsorten aus der Appellation
Mindestalkoholgehalt: 12,5%
Bouquet: Ein Duftstrauß von eingemachten Früchten, wie Kirschen und Pflaumen, und Gewürzen, wie Süßholz, Vanille und Pfeffer.
Gaumen: Ausgewogenheit und Harmonie zeichnen die Weine aus. Ihre Struktur ist fest und aromatisch. Aromen von reifen Früchten, Gewürzen und Süßholz kleiden den Gaumen aus.
Wein und Speisen: Der Wein harmoniert bestens mit raffinierten Gerichten, wie Entenbrust, würzig mariniertem Rindfleisch oder in Thymian mariniertem Lammkarree.
Lagerpotential: 2 bis 10 Jahre
Namen und ihr Ursprung …
Das Wort Signargues ist für all diejenigen, die eher pragmatisch veranlagt sind, auf die Färbung des rundkieshaltigen Bodens zurückzuführen. Andere vertreten die Auffassung, dass der Begriff seinen Ursprung in dem Blut hat, das die Soldaten von Charles Martel vergossen haben, als sie die Mauren aus dem Land vertrieben.
* Quelle : Erntemeldung 2005